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    Getting Ready… das schönste an unserem Job

    Für viele beginnt die Hochzeit und der “große Tag” erst, wenn die Kirchenglocken anfangen zu läuten, der Bräutigam aufgeregt Richtung Kirchentür schaut oder das Brautauto vor dem Standesamt hält… dann spürt wirklich jeder das Knistern in der Luft.

    Für uns beginnt es schon viel früher…. manchmal sogar sehr früh, noch vor dem frühen Vogel sozusagen. Wenn uns die Braut im Morgenmantel dann die Tür öffnet, uns beim Aufbauen des Equipments zuschaut und dann mit einem nervösen Lächeln sagt…:”Jetzt bin ich doch etwas aufgeregt!” Tja, dann spüren wir schon das Knistern und es ist so schön… jedes mal aufs Neue.

    So auch bei Lisa am letzten Samstag. Wir haben sie im Vorjahr kennengelernt, als sie Trauzeugin bei Kathrin war… dieses Mal haben sie die Rollen getauscht und wir haben uns sehr gefreut, beide wiederzusehen. Wir hatten mit den beiden eine Menge Spaß beim Getting ready… es ist wirklich etwas ganz besonderes ein Teil des Teams sein zu dürfen, welches der Braut die letzten Stunden -manchmal auch Minuten- vor der Trauung oder sagen wir das Getting ready so angenehm wie möglich macht.

    Ja, wir lieben es! …und wenn wir am Ende die Braut in ihrem Kleid sehen…fertig gestylt mit einem bezaubernden Lächeln im Gesicht, dann spüren wir das Kribbeln und Knistern ganz deutlich!

    Wir wünschen Euch viel Freude beim Anschauen der Bilder. Fotografiert hat Moritz. Ihm laufen wir bei Hochzeiten immer wieder gerne vor die Linse ;-)

     

     

     

     

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    Real Wedding Saison 2017

    Es ist Juli, die Sonne strahlt, der Sommer hat voll aufgedreht, was gibt es da schöneres als Hochzeiten? An den Wochenenden sind wir wieder unterwegs und begleiten Bräute ein kleines Stück auf ihrem weg. Heute geben wir euch dabei mal wieder einen kleinen Einblick.

    Miriam`s Tag begann im Hotel Birkenhof in Eppelheim. Mit dabei ihre Liebsten, die sie tatkräftig unterstützten und für gute Stimmung sorgten. Festgehalten wurde alles von Maximilian, bei dem wir uns für die tollen Bilder bedanken.

    Nach einem tollen Morgen konnte es endlich losgehen. Wir hatten eine Menge Spaß mit Miriam und wünschen ihr alles alles Gute.

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    Bridezilla-Seid lieb zu Euren Trauzeuginnen

    Eine Hochzeit plant sich nicht alleine. Auch wenn man als Braut der Meinung ist den Löwenanteil doch ganz alleine zu machen, merkt man oft überhaupt nicht wie stark das soziale Umfeld mit involviert ist. Man quatscht nur noch über die Planung, möchte Meinungen zu Deko, Accessoires und Blumen. Man regt sich über die Familie auf, die es ja nur gut meint. Entweder mischen sich alle ein oder niemand interessiert genug. In solchen Momenten benötigt man eine Verbündete. Jemand der sich mit einem aufregt und/oder begeistert.

    Meine Hochzeitsplanung war im Grunde relativ unproblematisch. Mein Mann und ich hatten keinen Stress und waren uns eigentlich immer einig. Aber seine Begeisterung für Deko-Konzepte und Blumenarrangements hatte Grenzen. Deshalb bin sehr sehr dankbar für die 4 Damen die mich schon fast mein ganzes Leben begleitet haben.

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    Meine Mädels, meine Brautjungfern, meine Trauzeuginnen.

    Sie haben sich jeden Quatsch von mir angehört, wurden nie müde beim anschauen von Pinterest-Pinnwänden,haben sich meine Sorgen angehört und mir gesagt dass unsere Einladungen ganz ganz toll geworden sind. Sie haben mit mir gebastelt, oder so getan als würden wir basteln und stattdessen Sekt getrunken.

    An meinem großen Tag waren Sie mein Fels in der Brandung. Natürlich hatten wir jede Menge Hilfe und besonders Eltern und Geschwister standen uns bei Seite, aber heute geht es um den Job der Trauzeugin.  Einen Job der nicht zu unterschätzen ist.

    Während der Planung der Hochzeit hat es mich manchmal selbst überrascht wie emotional und empfindlich man auf sein Umfeld reagiert. In solchen Situationen ist es die Trauzeugin, die einen beruhigt oder einen Auftragsmord anbietet. Währenddessen plant sie im Hintergrund auch noch einen Junggesellinnenabschied und Überraschungen für die Hochzeit. Im schlimmsten Fall lässt die Braut eine solche Überraschung dann mit einem Satz (boah ich finde solche Weddingtrees ja total blöd) wieder platzen.

    Der Junggesellinenabschied kostet sie Geld und Nerven und die Braut bedankt sich noch mit einem: “Nein das könnt ihr vergessen, das zieh ich nicht an.”

    Und dann kommt der Große Tag. Während die anderen Gäste der Hochzeit ausschlafen und sich freuen dass die Trauung erst am Nachmittag los geht, klingelt bei einer Trauzeugin schon früh der Wecker. Sie kümmert sich um Snacks und Drinks für das Getting Ready und bekommt ständig Nachrichten wie “Könntest du….”  “Ich hab voll vergessen dass….”  “Meine Mutter brauch noch ne Strumpfhose…”

    Am Morgen meiner Hochzeit waren alle vier an meiner Seite. Wir trafen uns auf dem Landgut, ließen uns stylen, quatschten und genossen die letzten Stunden bevor der große Trubel losging.

    Sie kümmerten sich um die ersten Gäste und schauten dass alles läuft, holten die Sträuße vom Floristen und hatten immer ein Auge darauf dass es mir an nichts fehlt.  Dadurch war ich so unheimlich entspannt dass es mich fast schon wunderte.

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    Durch Sie fühlte ich mich nicht nur gut sondern auch besonders und als es Zeit war, machten wir uns gemeinsam auf den Weg.

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    Ich bin Ihnen unheimlich dankbar für diese kostbaren Momente und empfehle jeder Braut-nehmt Euch die Zeit für eure Freundinnen. Sie haben sich eure ganzen Wehwehchen angehört, Kleider mit ausgesucht und einen Junggesellinnenabschied organisiert. Am Tag der Hochzeit legen sie sich mit anstrengender Verwandtschaft an, halten euch den Rücken frei und helfen euch beim Pinkeln. Sie sollen etwas schönes für euch organisieren aber Spiele habt ihr verboten. Ihr wollt dass sie alle Spaß haben aber auch ständig parat stehen um sich um irgend einen Kram zu kümmern. Egal wie oft ihr denkt ihr macht fast alles alleine, sie machen unheimlich viel.  Trauzeugin zu sein kann ein knallharter Job sein-also seid lieb zu Euren Trauzeuginnen und macht euch mal locker wenn sie auf das zehnte Brautstraußbild von der Pinterest-Pinnwand nicht direkt reagieren.

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    Mein Dank geht an meine vier Mädels, die alle einen super Job gemacht haben.

    Ich <3 Euch

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    RealWedding-und warum kurze Haare toll sind!

    Die Hochzeitssaison hält Winterschlaf aber die Planung für 2017 ist in vollem Gange. Auf der Messe in Mannheim hatten wir uns mit vielen zukünftigen Bräuten unterhalten. Immer wieder wurde ich gefragt ob man denn auch mit kurzen Haaren etwas machen kann. Viele Mädels meinten sie lieben ihre Kurzhaarfrisuren und hätten keine Lust sich die Haare wachsen zu lassen. Wir können euch beruhigen. Kurzhaarfrisuren sind toll und warum sollte man nur für diesen einen Tag einen anderen Menschen aus sich machen.

    Ein tolles Beispiel bot uns Katharina, mit ihrem coolen blonden Haarschnitt, die dennoch eine ganz klassische und romantische Braut diesen Sommer war.

    Im Hotel Darstein legten wir bei perfektem Wetter los und befanden uns mit Nadin und Jörg mal wieder in bester Gesellschaft.  Wie immer begleitete Nadin das Getting ready der Braut während sich Jörg um den Bräutigam kümmerte.

    Die Stimmung war super und Katharina strahlte mit der Sonne um die Wette.

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    Eine weitere glückliche Braut und eine tolle Inspiration für alle zukünftigen Bräute mit kurzen Haaren. Quält euch nicht mit Haare-wachsen! Eure Männer kennen und lieben Euch mit eurer Frisur-also macht das beste aus eurem Look….wie Katharina.

    Wie immer lieben Dank an Nadin und Jörg für die tollen Bilder…wir freuen uns auf 2017 mit Euch.

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    RealWedding- Blumenkranz statt Diadem

    Die klassischen Accessoires einer Braut sind der Schleier und ein Diadem. Gerade in der letzten Saison wählten unsere Bräute aber immer öfter einen lässigeren Look. Inspiriert von Hippie und Bohemien, waren echte Blumen im Haar DAS Brautaccessoire 2016.

    Besonders schön umgesetzt wurde es bei Katrin. Sie wollte gerne einen Blumenkranz im Haar haben, allerdings sollte er nicht zu groß sein und nicht so aufgesetzt wirken.

    Alex kümmerte sich um das Make-up und Moritz begleitete Katrin den Tag über und hielt alles fest.

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    Damit der Kranz schön filigran aussah, wurden die Blüten einzeln in die Frisur integriert. So konnten wir die Stärke des Kranzes selbst bestimmen und die Blüten standen nicht zu stark vom Kopf ab.

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    Von dem Ergebnis waren wir ebenso begeistert wie von Moritz Arbeit. Er schaffte es die richtigen Momente einzufangen und es hat wahnsinnig Spaß gemacht mit ihm zu arbeiten. Auf seiner Seite findet ihr noch mehr Arbeiten von ihm, wir würden uns freuen noch mehr Bräute mit ihm zu begleiten.

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    Bridezilla-oder die Frage ob es wirklich Gastgeschenke geben muss?

    Ich gebe zu, es wurde ruhig um Bridezilla. Warum? Nun ja…da war die Hochzeitssaison in der ich mich um so viele Bräute kümmern durfte und dann gab es Hochzeitstechnisch einfach nicht viel zu tun. Bei der Planung einer Hochzeit läuft das oftmals so: Zu Beginn gibt es so sooo viele Entscheidungen. Welche Location, welcher DJ, Fotograf, Caterer?  Die Auswahl des Kleides, der Deko, der ganze Schnick-Schnack.

    Und dann? Naja dann hat man all seine Leutchen gebucht und kann beruhigt schlafen. Vielleicht sucht man noch die Einladungen aus aber ansonsten passiert nicht wirklich viel. Vier Wochen vor der Hochzeit wird es haarig. Die Deko wird nochmal abgestimmt, die Rückmeldungen sind gemacht worden also ist es an der Zeit sich zu besaufen um eine Sitzordnung planen zu können….bei der man natürlich immer im Ohr hat.”Nein die können nicht zusammen sitzen, die hassen sich!”

    Am 5 November ist es bei mir so weit. Und ich kann euch sagen Freunde. Bridezilla ist neu erwacht. Sie bastelt immernoch-obwohl ich das so abgrundtief hasse. Sie ist Pinterest abhängig und das schlägt mir momentan doch stark auf den Magen.

    Ich finde detailverliebte Hochzeiten immer toll, aber da steckt einfach so viel Arbeit und so verdammt viel Geld dahinter. Jajajaja…du sollst an die Liebe kein Preisschild hängen. Ich sag euch was. Ihr könnt mich mal. Hochzeiten sind schweine-teuer. Diese Details sind Schweineteuer.  Und Details….Details brechen Dir dein Genick.

    Warum ich mich so aufrege? Ich möchte so vieles, finde so vieles toll und frage mich aber gleichzeitig:brauch man das? Macht das eine schöne Hochzeit aus? Oder mache ich es nur um danach tolle Fotos zu haben?…und sagen zu können: Das war meine Idee!!!

    Wo ich auf mein eigentliches Anliegen komme: Gastgeschenke. Brauche ich für meine Gäste wirklich ein Gastgeschenk…bzw: würden sie sich über jenes wirklich alle freuen?

    Dazu muss ich sagen: Ich hatte die ultimative Idee. Ich habe mich für diese Idee schon so gefeiert….bis mein Zukünftiger kam. Ich dachte an kleine Piccolo Flaschen Sekt in Schwarz auf denen die Namen der Gäste stehen, quasi als Tischkärtchen. Dabei ein kleiner Anhänger: “Schön dass Du da bist, stoß´an Silvester doch auf uns an.”

    Mein Zukünftiger meinte er könne verstehen dass meinen Mädels das gefallen würde,  seine Jungs hingegen könne er sich nur schwer an Silvester mit der Mini-Prosecco-Flasche vorstellen. Als ich mir die Männer dann mit dem gedrehten Strohhalm in der Piccolo vorstellte musste ich lachen und sah ein dass die Idee dann doch nicht so toll war.

    Irgendwie wollte nichts so recht passen. Marmelade? Nein-wir haben Winter. Schnaps? Ich hab keine Brennerei im Keller. Hochzeitsmandeln?-Zu oft gesehen. M&M´s mit unserem Gesicht drauf?-sind wir auf dem Kindergeburtstag….nein…nichts wollte passen. Aber ich wollte einfach nicht aufgeben. Mein persönliches Waterloo war die grandiose Idee selbst Macarons zu backen. Ich war so optimistisch, hatte Lebensmittelfarbe und ein Thermomixrezept-und Leute…der Thermomix enttäuscht mich nie.

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    Nun ja, das wollte nicht wirklich gelingen. Ich hab mir ne Flasche Wein aufgemacht und herzlich gelacht. Einen kurzen Moment lang dachte ich, “Hey, ich mach Pesto in schöne Gläser.” Das Thermomix-Pesto gelingt mir schließlich immer. Dies war der Moment in dem ich mich selbst ohrfeigte. Du findest Marmelade doof aber Pesto soll alle glücklich machen?

    Da entschied ich ganz mutig dass es keine Gastgeschenke geben wird. Auch keine Taschentücher für “Freudentränen” und keine verdammte Candy-Bar.  Ich bin es leid zu basteln…zumal es meistens aussieht als hätte es eine dreijährige gemacht. Ich will einfach nur heiraten. Die Location ist toll und es wird viele schöne Sachen geben, da brauch ich nicht noch für jeden Gast einen Organza-Beutel mit Keksen drin.

    Und sind wir mal ehrlich…hat nicht jeder von uns mal sein Gastgeschenk vergessen mit zu nehmen?

    Ich bin dann mal weg, Tischkärtchen beschriften und Termine mit Verschönerungs-Leuten ausmachen….over and out.

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    Real Wedding 2016-Hochzeit in den Weinbergen

    Endlich dürfen wir euch einmal wieder Einblicke in eine Hochzeit liefern. Wo wir diesmal waren? Im schönen Gimmeldingen bei Christin und Peter.

    Ein Tag zuvor kümmerten wir uns bereits um Christin´s Styling bei der standesamtlichen Trauung. Samstags trafen wir uns dann im Hotel von Nett´s Weinlokal und das Styling konnte losgehen

    Das besondere Accessoire? Kein Diadem, kein Schleier, sondern Blüten passend zu ihrem Brautstrauß waren der perfekte Eyecatcher und passend für die freie Trauung im Grünen.

    So konnte einem unvergesslichen Tag nichts mehr im Wege stehen. Wir wünschen den beiden alles Gute und eine wunderschöne Zukunft.

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    Bridezilla- I say YES to the Dress!

    Ich kann euch nicht genau sagen wann ich damit angefangen habe einen Ordner mit Hochzeitskleidern auf meinem Notebook anzulegen.  Mein Zukünftiger hätte zu Beginn unsere Beziehung vermutlich eine Panikattacke bekommen, hätte er da mal reingeschaut. So viele Bräute habe ich schon angezogen und den Schleier ins Haargesteckt. Jetzt war es endlich bei mir soweit. Ich durfte mit meinen Liebsten losziehen und mein perfektes Kleid suchen. Hach.

    Alex hatte mir schon prophezeit dass wir am Ende der suche vermutlich Hausverbot in den umliegenden Geschäften hätten. Ich hatte mich schon darauf eingestellt dass mich sämtliche Verkäuferinnen hassen würden.

    Warum? Nun ja. Ich hatte ganz genaue Vorstellungen. Nur waren es ca. 5 verschiedene. Neben dem Ordner auf dem Notebook war da noch einer auf dem Smartphone und natürlich eine prall gefüllte Pinterest- Pinnwand.

    Fließender Softtüll, oder Chiffon. Spitze gern aber nicht zu viel. Evtl. mit Trägern aber bitte ohne Glitzer. Wenn Glitzer dann nur einen Eyecatcher. Nein und bloß blooooß keinen Schleier.

    Die Liste ging noch weiter. Knöpfe am Rücken, ein Sweatheart-Ausschnitt. Ich habe geklungen wie ein Brautkleid-Lexikon. Der Knaller war aber immer mein Abschlusssatz: Aber ich bin offen für alles, Ich weiß schließlich nicht was mir steht….was für eine blöde Kuh ich doch bin.

    Nun stellen wir uns die Brautkleidsuche ja immer so vor wie es uns von  good old Hollywood beschrieben wird. Champagner für die Mädels, ein flauschiges Separee und eine emsige Verkäuferin die uns sagt keine Frau zuvor hätte in diesem Kleid so umwerfend ausgesehen.

    Naja. In der Realität sieht es anders aus. Durch unsere Erfahrungen wusste ich im Vorfeld schon dass es in verschiedenen Geschäften, verschiedene Regeln gibt:

    1. Die Beratung kostet Geld, welches natürlich mit dem Brautkleidkauf verrechnet wird….sofern man in diesem Laden etwas findet.

    2. Selbst nach Kleidern stöbern geht nicht überall (finde ich auch gut, sofern man eine kompetente Beraterin hat)

    3. Beliebig viele Kleider kann man nicht überall anprobieren (kann ich verstehen doch was soll man machen wenn man schon beim Schnitt nicht weiß was einem steht?)

    4. Auf Fotografieren steht die Todesstrafe.

    Aufgrund dieser Erkenntnisse beschloss ich sehr sehr systematisch an die Sache ran zugehen.

    “Schauen Sie einfach da vorne mal, da hängt ihre Größe”

    Der erste Laden in den ich ging bot eine kostenlose Beratung. Ich wählte ihn um mir erst einmal klar zu werden welche Schnitte mir stehen und welche eher unvorteilhaft sind.

    Leider stellte sich heraus dass die Beratung kostenlos war weil sie quasi nicht gegeben war.

    “Auf der Stange befindet sich Ihre Größe, schauen Sie einfach mal durch.” Nun denken einige von euch vielleicht-ist doch super man kann selbst stöbern.

    Kleider, die in Plastiksäcke gestopft sind kann man jedoch nicht wirklich erkennen und so waren wir sehr schnell genervt und irgendwie sah alles doof aus.

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    Dennoch hatten wir es geschafft 10 Kleider auszusuchen. Umgehauen hat uns keines…aber man fängt ja klein an.

    Die emotionslose, fast schon missmutige Beraterin hat mich geduldig an und ausgezogen jedoch keinerlei Kommentare gegeben. Auf Fragen nach Änderungen an einem Kleid kam immer : Da müsste man dann die Schneiderin fragen.

    Die Schneiderinnen wurden aber nicht zu rate gezogen. Auf die Frage nach einer anderen Stola zu diesem Kleid wurde ich aufgefordert doch zwei Etagen tiefer bei der Abendgarderobe zu schauen. Ich könnte noch lange erzählen aber im Gesamten reicht es glaube ich wenn ich sage: Satz mit X…und bitte machen Sie keine Fotos von dem Kleid. (Eine andere Verkäuferin hat ständig Alex Handyaktivitäten beobachtet )

    “Was ist denn Ihre Größe? Das müsste man dann bestellen das geht jetzt nicht zu.”

    Im nächsten Laden buchte ich einen 1-stündigen Kennenlern-Termin. Die Beratung fand im Verkaufsraum statt, ich durfte mir 4 Kleider zum anprobieren aussuchen. Im Vorfeld zeigte ich der Verkäuferin zwei Kleider die ich im anderen Laden ausgesucht hatte sie aber leider eine Nummer zu klein waren. Deshalb war es mir wichtig nur Kleider zu probieren die mir auch wirklich passen würden. Die Beraterin brachte mir eine Auswahl an Kleidern und es konnte losgehen.

    Keines der Kleider (die mir die Beraterin brachte) hat auch nur Ansatzweise gepasst. Ich fühlte mich wie ein kleiner Elefant der unbedingt Ballerina sein möchte, was von der klaustrophobischen Kabine noch verstärkt wurde. Außerdem musste ich um mich zu betrachten immer raus in den Verkaufsraum, das war wirklich klasse, wie fremde Leute zuschauen konnten wie ich meine Brüste festhielt….die Kleider gingen schließlich nie zu.

    Ein ausführlicherer Termin in dem Laden wäre berechnet worden, jedoch hatte ich keine Lust noch mehr Kleider anzuprobieren in die mein Kreuz nicht passen würde. Ich ging also mit ramponiertem Selbstbewusstsein und ohne Kleid aus dem Laden.

    So langsam war ich angepisst. Wann würde der Termin kommen bei dem ich herausgeputzt werde und meine Anhänger voller Ehrfurcht OH und AHHHH rufen würden?

    Es half alles nichts. Ich rief in Alzey an.

    Alex, meine Mutter und meine Trauzeugin machten sich mit mir auf in Pfalz zu Maria Moden in Alzey.

    Wir wurden herzlich begrüßt und endlich, endlich bekamen wir einen privaten Bereich mit einer riesen Umkleidekabine. Die Besitzerin hatte mich kurz betrachtet und sich meine Wünsche angehört. Dann schoss Sie auch schon los.

    Will sie denn garnicht meine Größe wissen?

    Nein wollte Sie nicht. Ruck-zuck kam sie mit 4 Kleidern zurück. Nicht nur dass jedes ohne Probleme zu ging, es saßen auch alle wie angegossen. Fasst jedesmal wenn der Vorhang aufging begrüßte meine Jury mich mit den heiß ersehnten Ohhhs und Ahhhs. Es war klar-heute würde ich meine Kleid finden.

    Die Beraterin ging auf meine Wünsche ein und erklärte bei jedem Kleid wo die Stärken aber auch die Schwächen lagen. Jede gewünschte Änderung wurde sofort genau erklärt und auch die Accesoires wurden direkt ausgewählt. Schnell hatten wir zwei Favoriten-da wurde es haarig. Ich stand wie ein nervliches Wrack vor diesem großen Spiegel.

    “Könnte man doch nur Fotos machen um direkt zu vergleichen…”

    “Machen Sie doch Fotos, Sie hätten die ganze Zeit fotografieren können.”

    Es war kurz mucksmäuschen still dann zückten alle ihre Smartphones. Maria wurde nicht müde,  mich noch dreimal in beide Kleider zu bugsieren und dann fiel die Entscheidung.

    Der Sekt ließ dann auch nicht auf sich warten, ich gebe zu ich konnte auch wirklich einen vertragen. Es war ein wunderschöner, emotionaler Tag und ich fühlte mich genauso wie man sich bei seinem Brautkleidkauf fühlen sollte. Schön, besonders und vor allem verstanden.

    Mein Kleid bleibt zwar unter Verschluss. Aber hier habe ich eines für Euch dass mir auch sehr sehr gut gefallen hat.

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    Tipps für die Brautkleidsuche?

    Der erste Laden muss nicht der letzte sein.

    Wenn ihr unsicher seid schlaft drüber.

    Kommuniziert ganz deutlich euer Budget, bevor ihr im Traumkleid steckt, es euch aber zu teuer ist.

    Lasst euch Zeit mit Accessoires. Man wird sehr schnell dazu verleitet Schleier, Schmuck, Stola und Haarschmuck direkt zu kaufen. Oft stellt sich danach heraus dass der Haarschmuck nicht zur gewünschten Frisur passt, der Schleier zu schwer ist und die Stola sowieso keine braucht. Macht da erstmal langsam, diese Dinge kann man erst später auswählen.

    Eine Top-Beratung ist das A und O. Eine Beraterin sollte ein Gespühr für euren Körperbau haben und klare Aussagen bei Änderungswünschen geben können.

    Seid offen für anderes….es kommt oft anders als man denkt…..

    …..ich hätte auch niemals gedacht dass ich dass ich tatsächlich einen Schleier in Erwägung ziehe :)

     

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    Bridezilla….im Bastelwahn

    “Schatz was machst du da?” Kritisch beobachtete mein Zukünftiger mein erstes Bastelabenteuer.

    “Ich besticke unsere Einladungkartons.” Sagte ich als wäre es so selbstverständlich wie morgens einen Kaffee zu trinken.

    Seelenruhig stocherte ich in den Karton und ließ unter einem übel kratzend-schleifenden Geräusch das Garn durch die Löcher laufen.

    “Wieso brauch eine Einladung einen Karton die haben doch für gewöhnlich ein Kuvert?”

    “Jaaaa, aber unsere bekommen einen Karton da können die Leute danach Fotos von der Hochzeit und die Dankeskarte aufbewahren…außerdem stick ich da den Namen von dem Gast drauf dann ist es schön persönlich.”

    Mein Zukünftiger…der, wie schon erwähnt ein sehr sehr verständnissvoller und interressierter Bräutigam ist, begann an meinem Verstand zu zweifeln und schüttelte den Kopf. “Also mir PERSÖNLICH wäre das schnurz egal. Muss man als Gast die Schachtel dann wirklich aufheben und sich ins Wohnzimmer stellen?”

    Ich konnte ihn hören. Er sagte dass wäre doch Quatsch, die Arbeit wüsste niemand zu schätzen, seine Aussagen waren plausibel aber sie kamen einfach nicht in meinem Gehirn an. Die Braut hatte eine MIR-EGAL-ICH-FINDS-TROTZDEM-GUT-SCHRANKE herunter gelassen und ich war ferngesteuert. Sie hatte was im Internet gesehen und fand es gut…und schwupdiwup begonnen zu basteln.

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    Und so bestickte ich fleißig Kartons. Sobald die Einladungen fertig sind bekommt der Karton auch ein Innenleben. Ich gehe stark davon aus dass ich auch darüber berichten werde….es ist schließlich ein weiterer Meilenstein der Hochzeitsplanung. Ist euch übrigens der personalisierte Stempel aufgefallen? Ist das nicht süß?….und absolut unnötig-herrlich oder?

    Natürlich war es damit nicht getan. Wir benötigten ja auch eine Tischdeko und diverse andere Dinge. Mein Zukünftiger überließ mir die Planung der Deko komplett, da ihm sowas einfach egal ist. Einziger Anspruch: Schatz wir haben eine tolle Location, da brauch man nicht viel, also übertreib es nicht.

    Ich schwöre…ich habe es nicht übertrieben. Aber ich probiere mich momentan aus und…naja…vielleicht bin ich zwischenzeitlich etwas außer Kontrolle geraten. Was ich damit meine? Nun ja. Unser Esszimmer, in welchem wir nie essen, sieht aus wie ein Lager von Depot. Ich habe alle möglichen Flaschen gehamstert und in verschiedenen Goldtönen lackiert. Außerdem war ich der Meinung, ich könnte alles basteln sodass es ein Wunder ist dass auf meiner Visitenkarte jetzt nicht auch noch Schmuckdesignerin steht.

    Kommen wir zur Tischdeko. Ich stelle mir verschiedene Flaschen in Goldtönen vor und ganz viele Kerzen dazu. Die Flaschen sollen als Vasen dienen. Ein Prototyp ist schon erstellt….es bedarf jedoch einer ganzen Menge Vorstellungskraft.

     

    Eines schönen Tages hatte ich meine bestickten Kartons zur Seite gelegt und war mal wieder bei Dawanda unterwegs um mir Inspiration zu suchen.

    Die große Frage? Wohin mit den Eheringen?

    Ich mag diese Ringkissen einfach nicht und wollte etwas schönes, dass ich im Anschluss noch verwenden kann. Schnell hab ich einige Varianten gefunden und meinen Liebsten entscheiden lassen…..Ja, ich lasse ihn sehr oft Dinge entscheiden.

    Umso größer war die Freude als er sich für ein personalisiertes Holzkästchen entschieden hat, weil -HEY- Das kann ich ja selbst basteln. Und damit das gute Stück auch zur Deko passt und da ich noch Goldfarbe übrig hatte konnte ich direkt ran ans Werk.

    Der Bastelwahn hat sich mittlerweile wieder entspannt. Ich habe mir Hilfe geholt…..nicht von einem Psychologen sondern von einer Floristin. Sie darf in mein Flaschenchaos Ordnung bringen und mir sagen welche Blumen überhaupt im November zu bekommen sind.

    Aber ich hab ja noch Zeit :-)

    Bastelt ihr auch bescheuerte Sachen? Wohnen eure Einladungen auch in Kartons? Ich hoffe ich bin nicht allein.

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    Countdown zur Hochzeitssaison 2016

    Der Mai steht vor der Tür-und was gibt es im Mai? ….Spargel? Ja auch….aber für uns gibt es vor allem wieder ganz ganz viele Paare die sich trauen lassen. Im März und April hat sich die Saison so langsam aufgewärmt und wir durften schon einige Bräute begleiten. Aber nun mit dem Mai geht es richtig los und wir freuen uns wahnsinnig.

    Zum einstimmen zeigen wir Euch heute nochmal einige Bilder von Anja´s Hochzeit. Anja heiratete letztes Jahr und wir können von den Bildern einfach nicht genug bekommen.

    Beim Getting-Ready hatten wir alle beste Laune. Unterstützt wurde Anja, neben ihrer Familie, von ihren tollen Bridesmaids in den perfekt aufeinander abgestimmten Kleidern.

    Dann wurde es irgendwann ernst und es konnte losgehen. Die Bilder sprechen Bände. Es muss ein unheimlich schöner Tag gewesen sein und wir freuen uns ein Stück dazu beigetragen zu haben.

    Die Party ließ auch nicht lange auf sich warten. Wir sind immer noch verliebt in diese detailverliebte Hochzeit und sind gespannt auf die kommenden. Vielen Dank nochmal an Anja dass wir all diese tollen Bilder bekommen haben. Es hat uns wirklich wahnsinnig viel Spaß mit Dir gemacht.

    Der Countdown läuft…Hochzeitssaison 2016….we´re ready and happy.